5 Fragen an Simon

1. Wie lange befindest Du dich bereits in sozialer Isolation?
Ich bin nicht sozial isoliert, weil ich regelmäßig Freunde treffe. Aber ich habe mich nach der Rückkehr aus meinem Urlaub am 28.3. schon ein wenig isoliert gefühlt, fast keiner wollte sich treffen. Die wöchentliche Doppelkopfrunde: passé :(
Von 0 auf 100 nach Corona-Deutschland zu kommen hat mich ziemlich fertig gemacht, hat 2 Wochen gedauert bis ich wieder klargekommen bin.

2. Was machst Du noch außerhalb deiner vier Wände?
Ich gehe einkaufen, regelmäßig Laufen, treffe Leute und war schon beim Arzt.

3. Was vermisst Du?
Meine Familie zu sehen vermisse ich am meisten. Mein Neffe ist 5 und ich habe das Gefühl, dass ich sein Aufwachsen verpasse. Mit meinen Freunden abhängen vermisse ich auch. Konzerte, Mann! Die vermisse ich auch sehr. Mein Lieblingsfestival wurde auf September verschoben, so eine Scheiße!! Ich will wieder Punkrock hören und pogen! Dann die Karten für das Fusion Festival, endlich war der Entschluss gefasst da mal hinzufahren...

4. Was machst Du mit Deiner „gewonnenen Zeit“, was Du genießt?
Das ist schwierig zu sagen, mein Leben hat sich durch meinen neuen Job, der nur im Home Office gestartet ist, total verändert. Im Lockdown in Honduras bin ich angefangen mit Yoga und Spanisch zu lernen, das mache ich jetzt immer noch. Außerdem koche ich jetzt noch mehr.

5. Was wird sich dauerhaft durch Corona verändern - für Dich persönlich oder im größeren Zusammenhang?
Alle wissen jetzt wie man sich richtig die Hände wäscht und haben jetzt schicke Masken im Schrank :)
Ich werde in Zukunft eine Reiseversicherung abschließen.
Manche Menschen werden paranoider und durchgeknallter. Politisch und wirtschaftlich wird es schon Änderungen geben, leider hat sich meine Hoffnung noch nicht erfüllt, dass die Menschen global mehr zusammenrücken. Stattdessen war die erste Reaktion Isolation, das ist kein gutes Zeichen.

[Simon, 14. Mai 2020]